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Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V. | Koblenz

WordPress im Feuerwehreinsatz (4)

| 4 Kommentare

WordPress Logo Quelle: http://wordpress.org/about/logos/

Zuerst ein Rückblick auf die Themen des dritten Teils:

  • Der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen
  • Bilder und andere Elemente einbinden
  • Blog – ja oder nein?
  • Wie baue ich meine Website auf?

Starten wir in den vierten (und vorerst letzten) Teil der Serie.

Datensicherung

Wie wichtig eine Datensicherung ist merkt man erst, wenn man keine hat und die Webpräsens weg ist. Daher empfehle ich ein- bis zweimal pro Monat sowie vor der Installation einer neuen WordPress-Version oder eines neuen Plugins eine Datensicherung der kompletten WordPress-Installation zu erstellen. Bei WordPress Deutschland erklärt ein FAQ-Beitrag die Details.

Nützliche Plugins

Nachfolgend stelle ich eine Reihe von aus meiner Sicht nützlichen Plugins vor:

  • Mit Breadcrumb Navigation XT stellt man dem Besucher ein „Straßenschild“ auf die Website. Eine Orientierung ist dadurch einfacher.
  • Nur alle zwei Monate setze ich den Broken Link Checker ein, um meine Website nach defekten Links zu durchsuchen. Hätte man das Plugin ständig an, dann leidet die Leistung darunter. Die beanstandeten Links werden im Backend angezeigt. Außerdem erhält man eine Mail. Entweder man löscht den Link oder man ändert ihn ab.
  • Mit CryptX werden alle Email-Adressen verschüsselt, damit beispielsweise Bots keine Adressen für Spam-Mails auf der Website auslesen können.
  • Ein Kontaktformular kann man mit Dagon Design Form Mailer einfach erstellen und auf eine Seite einbinden. Gleichzeitig können verschiedene Formulare hinterlegt und verwendet werden.
  • Dagon Design Sitemap Generator erstellt automatisch eine Sitemap einer WordPress-Website.
  • Hingegen erstellt Google XML Sitemaps eine für Suchmaschinen lesbare Sitemap.
  • Limit Login Attempts ist die Zugbrücke und der Wassergraben zu Deinem Backend. Damit nicht u.a. mit der Brute-Force-Methode deine Website geknackt wird sollte man dieses Plugin auf jeden Fall installieren. Hierzu auch ein Beitrag von perun.net.
  • Unterschiedliche Benutzerrollen in einer WordPress-Installation kann man mit User Role Editor definieren und festlegen.
  • Umfragen kann man einfach mit WP-Polls erstellen.
  • Auch WP CleanFix setze ich nur alle zwei Monate ein. Mit diesem Plugin räumt man die Datenbank auf. Daher sollte man zuvor eine Datensicherung anlegen – für alle Fälle. Auf jeden Fall ist es erstaunlich, wie viel „Müll“ sich in einer Datenbank befinden kann. Dadurch verbessert sich die Leistung der Website merklich!

Child-Theme

Elmastudio.de erklärt die Anpassungsmöglichkeiten mit Hilfe von Child-Themes. Auch bei bueltge.de gibt’s Infos.

Ich selbst setzte ebenfalls Child-Themes ein, weil das ursprüngliche Theme erhalten bleibt und bei einem Theme-Update die Änderungen nicht erneut durchgeführt werden müssen. Jedoch an dieser Stelle der Hinweis, dass man nach einem evtl. Theme-Update das Child-Theme auf der Spielwiese testen sollte, bevor man das Update auf der eigentlichen Website installiert.

Um WordPress von einem Blog in eine Website zu verwandeln muss man die Kommentare entfernen. Auch dazu eignet sich die Möglichkeit eines Child-Themes. Einfach das Template „Kommentare“ (comments.php) in den Child-Ordner kopieren, den Code in der kopieren Template-Datei komplett löschen und speichern. Die Änderung anschauen. Normalerweise müsste das Kommentarfeld verschwunden sein. Evtl. muss man noch an einer anderen Stelle den Code anpassen. Daher sollte man sich schon ein wenig mit der Skriptsprache „PHP“ auskennen, um an der richtigen Stelle die notwendigen Änderungen durchführen zu können.

Einbindung von Social-Media

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Social-Media-Kanäle in seine Website einbinden kann. Dazu gibt es für WordPress viele Plugins. Jedoch habe ich eine andere Art gewählt, um neue Beiträge automatisch bei Facebook und Twitter zu posten. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass zu viele Plugins die Schnelligkeit der Website bremsen (können).

RSS Graffiti schaut sich den RSS-Feed an und veröffentlicht ggf. neue Beiträge automatisch. RSS Graffiti bei Facebook

Außerdem habe ich den Twitter und Facebook miteinander verknüpft. Ein neuer Facebook-Post wird sofort auch bei Twitter veröffentlicht. Oft gekürzt, aber mit einem Link. Zudem wird die Smartphone-App ebenfalls automatisch mit den neuen Beiträgen versorgt.

Selbstüberprüfung

Ein wichtiger Punkt, der meiner Ansicht nach gerne vergessen wird, ist die Selbstüberprüfung. Darunter verstehe ich den Beitrag bzw. die Anpassungen vor einer Veröffentlichung – spätestens direkt nach einer Veröffentlichung – nochmals zu überprüfen. Manchmal ist sind es nur Kleinigkeiten, aber das Ergebnis soll gut aussehen.

Unter Selbstüberprüfung verstehe ich zudem, dass auch die alle Veröffentlichungskanäle überprüft, ob alles richtig funktioniert. Sei es Feed, Twitter, Facebook, Newsletter oder Pressemitteilung – ich empfehle alle Kanäle selbst zu abonnieren. Dann hat man nämlich zum einen die Kontrolle und zum anderen wird man weniger von anderen Usern auf evtl. Fehler oder Fehlfunktionen hingewiesen.

Ich selbst habe schon erlebt, dass beispielsweise die automatische Veröffentlichung bei Facebook nicht geklappt hat. Zum Glück ist mir bisher aufgrund der Selbstüberprüfung der Ausfall immer aufgefallen. Die Fehler konnte ich selbst innerhalb von wenigen Minuten beheben.

Alternativen

Es gibt natürlich auch Alternativen zu einer eigenen Website mit einer eigenen Adresse. Als Beispiel möchte ich zuerst WordPress.com nennen. Hier kann man sich einen eigenen Blog einrichten. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert. Dann gibt es noch Blaulichhosting.de, die ihre Dienste auch Feuerwehren anbieten.

Nützliche Seiten rund um WordPress

Es gibt einige Seiten im Netz, die sich mit WordPress befassen. Ich möchte daher nur deutschsprachige Websites empfehlen, die mir bisher weitergeholfen haben und die ich auch öfters besuche.

Schlusssatz

Schon länger hatte ich die Idee zu dieser Serie und bin froh, dass ich dieses Projekt nun abgeschlossen habe. Sollten noch Fragen bestehen, dann bitte als Kommentar posten.

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Harald Laier

Autor: Harald Laier

Harald Laier, Jahrgang 1979, trat 1990 in die damals neu gegründete JF Otterberg ein. 1995 kam im Alter von 16 Jahren der Übertritt in die aktive Wehr. Der Gruppenführer kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Blogger schrieb bereits Beiträge für das FWNetz und Feuerwehr-Weblog.org. Harald bei Twitter und Facebook.

4 Kommentare

  1. Hallo Harald, erst einmal vielen Dank für deine nützlichen Tips. Ich bin gerade dabei die Seite eines Internet-Cafés und Jugendtreff in WordPress zu realisieren und habe vorher meine Erfahrungen mit Joomla realisieren können. Mich würde noch interessieren welches Backup Tool du verwendest. Bin aber auch als Pressewart im KFV tätig. Dort verwenden wir noch Joomla. Viele Grüße.

    • Harald Laier

      Hallo Andreas,

      für die Datensicherung setze ich derzeit kein Tool bzw. Plugin ein. Ich mache es derzeit „händisch“, also SQL-Datei aus der Datenbank exportieren und per FTP-Download die Dateien in einem Ordner sichern.

      Gruß, Harald

  2. Vielen Dank für die nützlichen Tipps, vor allem die Plugins waren sehr hilfreich.
    Ich versuche gerade unsere lokale Feuerwehr davon zu überzeugen, mich ihre Webseite neu erstellen zu lassen, da die aktuelle weder den gesetzlichen Vorgaben noch den (mehr oder weniger) neuen Webstandards entspricht.

    Hast du da eventuell ein paar Tipps wie ich da vorgehen könnte?

    Danke und Gruss
    Reto

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