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Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V. | Koblenz

Umbruch im Medienbereich – Chancen für Feuerwehren

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Symbolbild Zeitung Es ist für mich teilweise erschreckend, welche Trends in den USA beginnen und anschließend über den Atlantik nach Europa bzw. Deutschland schwappen. Eine aus meiner Sicht in einigen Punkten traurige Entwicklung, die sich hoffentlich nicht so umfangreich in unserem Land fortsetzen wird, ist der Umbruch auf dem Zeitungsmarkt. In den USA haben schon einige „Newspapers“ ihre Publikationen eingestellt oder sind ins Internet abgewandert.

In „good old Germany“ sei das Leseverhalten anders, sagen einige Experten und erwarten kein (großes) Zeitungssterben. Aber auch die durch das Internet bedingten Änderungen werden sich in meinen Augen irgendwann in Deutschland bemerkbar machen. Die alten Zeitungsleser sterben mal aus und die nachrückenden Generationen sind mit Laptop, Smartphone und Co. aufgewachsen oder haben sich daran gewöhnt.

Eigenständige Zeitungen gibt es hoffentlich auch in der Zukunft. Vielleicht nicht mehr so oft auf Papier gedruckt, sondern übers Internet abrufbar. Für die öffentliche Meinung und für die Demokratie sind kritische und unabhängige Zeitungen und Medienschaffende wichtig, so meine Meinung.

Auch ich, der gerne die Tageszeitung in den Händen hält, fragt sich manchmal, warum ich nicht die neuen Nachrichten mit einem Tablet lese. Diese Möglichkeit bietet auch meine Zeitung an. Irgendwann stelle auch ich um, aber zuerst muss ich mir ein Tablet kaufen. Die Umstellung wird sich auch preislich bemerkbar machen. Schließlich muss ich dann nicht mehr das gedruckte Exemplar bezahlen. Den Online-Zugang habe ich bereits.

Stichwort Tageszeitung. Fast alle Tageszeitungen haben in Deutschland mit abnehmenden Abos und Lesern zu kämpfen. Die Werbekunden brechen weg. Der Kostendruck macht sich, wie in vielen Unternehmen, beim Personaleinsatz bemerkbar. Die Auflösung von Lokalredaktionen und Personalreduzierung sind die Folge.

Als Leser einer Tageszeitung erwarte ich in erster Linie Nachrichten von Ereignissen, die „vor meiner Haustür“ passiert sind. Also lese ich zuerst die Lokalausgabe, bevor ich den überregionalen Mantelteil in die Hände nehme. Auch diesen Schritt, die Konzentration auf das Lokale, haben einige Tageszeitungen in Deutschland aus dem Blick verloren, so mein Eindruck, wenn ich die Berichte über die Probleme auf dem Zeitungsmarkt lese.

Bevor ich die „Feuerwehr-Brille“ aufziehe, noch ein Denkanstoß. Mit dem Internet kann man, nüchtern betrachtet, Daten empfangen oder versenden. Also hängt der große Erfolg des Mediums auch damit zusammen, dass sich die Menschen informieren (wollen). Also ist der Bedarf an Nachrichten, auch „vor der eigenen Haustür“, eher gestiegen.

Das sehe ich beispielsweise sobald die eigene Feuerwehr mit Sondersignal zu einem Einsatzort fährt. Die Zugriffszahlen steigen sprunghaft an, weil die Leute sofort Wissen wollen was los ist. Zudem ist der Besuch einer Feuerwehr-Website kostenlos. Vermutlich werden einige Zeitungen sogenannte Paywalls einrichten, damit auch der Online-Bereich Geld in die klamme Kasse bringt.

Welche Chancen gibt es für die Feuerwehren?

Meiner Meinung gibt es u.a. folgende Chancen für die Feuerwehren:

  1. Eigene Pressemitteilungen an die lokalen Medien schicken.
  2. Auf der eigenen Website und den Social-Media-Kanäle die Neuigkeiten anbieten.

Die Lokalredaktionen werden vermutlich weiter, sowohl personell als auch finanziell, ausgedünnt. Daher stehen die Chancen gut, dass Pressemitteilungen von den Feuerwehren übernommen werden. Schließlich kostet es Zeit und Geld, damit ein Journalist vor Ort kommt, um Informationen und Bilder für einen Zeitungsbericht einzuholen bzw. zu erstellen. Dies wird dann vermutlich nur noch bei größeren Einsätzen bzw. Ereignissen geschehen. Jedoch müssen auch in der Zukunft sowohl der Inhalt als auch die Qualität der Pressemitteilungen stimmen.

Die Presse- und Medienarbeit (PuMa) ist ein Schwerpunkt dieses Blogs. Daher gehe ich an dieser Stelle nicht weiter auf die Themen „eigene Website“ und Social-Media-Kanäle ein.

Eure Erfahrungen, Meinungen usw. gerne als Kommentar; entweder hier im Blog oder bei Facebook.

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Harald Laier

Autor: Harald Laier

Harald Laier, Jahrgang 1979, trat 1990 in die damals neu gegründete JF Otterberg ein. 1995 kam im Alter von 16 Jahren der Übertritt in die aktive Wehr. Der Gruppenführer kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Blogger schrieb bereits Beiträge für das FWNetz und Feuerwehr-Weblog.org. Harald bei Twitter und Facebook.

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