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Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V. | Koblenz

Geblitzt – Feuerwehrmann droht Fahrverbot

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Auch heute liefert die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ einen interessanten Bericht für alle Feuerwehrangehörigen. Thema: Feuerwehr im Straßenverkehr.

Ein freiwilliger Feuerwehrmann wurde alarmiert, fuhr mit seinem Privat-PKW zum Feuerwehrhaus und wurde dabei auf einer Bundesstraße geblitzt. Anstatt 100 Kilometer pro Stunde waren es 150. Nun drohen ihm ein Bußgeld von 188,50 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot. Die Sache geht nun vor das zuständige Amtsgericht.

Zusammenfassung

Ein Großbrand tobte in einer Speyerer Firma. Der Feuerwehrangehörige ist Atemschutzgeräteträger und war während der Alarmierung mit einem Dienstwagen unterwegs. Das Fahrzeuge brachte er zunächst an seine Arbeitsstelle in Ludwigshafen zurück, bevor er mit seinem eigenen PKW zum Feuerwehrhaus nach Speyer fuhr. Es folgte sogar eine zweite Alarmierung. Der Feuerwehrmann befand sich laut seinem Rechtsanwalt in einer Ausnahmesituation. Außerdem ist sein Mandant mit Verkehrsverstößen nicht bevorlastet. Ein Fahrverbot sei eigentlich ein „Denkzettelverbot“ für Uneinsichtige gedacht.

Die Polizei sieht jedoch die Geschwindigkeitsüberschreitung nicht als mäßig an, obwohl dem Feuerwehrangehörigen auch mit seinem Privat-PKW Sonderrechte zugestanden hatten. Der Anwalt argumentiert wiederum, dass auf der Bundesstraße zum Zeitpunkt der Aufnahme nur wenig Verkehr gewesen sei. Andere Verkehrsteilnehmer seien durch seinen Mandanten nicht gefährdet worden.

Zum Rheinpfalz-Bericht: Denkzettel für Feuerwehrmann?

Fazit

Ich bin mal gespannt, wie die Sache vor Gericht ausgeht. Wie würde ich jedoch entscheiden? Durch meine feuerwehrrote Brille ist die Entscheidung entsprechend gefärbt. Natürlich wünsche ich dem Kameraden weder ein Fahrverbot noch ein Bußgeld. Jedoch gehe ich davon aus, dass er aus dieser Sache nicht ungeschoren herauskommen wird – hoffentlich mit einer milden Strafe.

Eure Erfahrungen, Meinungen usw. gerne als Kommentar.

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Harald Laier

Autor: Harald Laier

Harald Laier, Jahrgang 1979, trat 1990 in die damals neu gegründete JF Otterberg ein. 1995 kam im Alter von 16 Jahren der Übertritt in die aktive Wehr. Der Gruppenführer kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Blogger schrieb bereits Beiträge für das FWNetz und Feuerwehr-Weblog.org. Harald bei Twitter und Facebook.

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