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Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V. | Koblenz

Ausreichend Blaulicht im SWR Fernsehen?

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Symbolbild Presse- und Medienarbeit. Bild: Eckhard Schwabe

Symbolbild Presse- und Medienarbeit. Bild: Eckhard Schwabe

Das SWR Fernsehen hat vor rund einem Monat sein Nachrichtenformat Landesschau aktuell von 18:45 Uhr auf 18:30 Uhr vorverlegt und zugleich die Sendezeit verdoppelt. 30 Minuten lang werden nun die wichtigen Neuigkeiten aus Rheinland-Pfalz im Fernsehen gezeigt.

Durch meine feuerwehrrote Brille betrachtet fällt mir zuerst auf, dass mittlerweile mehr Blaulicht im SWR Fernsehen leuchtet als noch vor einigen Jahren. Jedoch vermute ich, dass die Zunahme dieser Nachrichtensparte auch durch die freien Kamerateams zurückzuführen ist. Bisher sind mir nur Kreuznach112, Wickler TV und Geidies TV bekannt, die in Rheinland-Pfalz drehen. Wenn man vergleicht, welches Material von diesen Kamerateams anschließend im SWR Fernsehen gezeigt wird, dann ist in meinen Augen die Übernahmequote hoch.

Die Verantwortlichen in Mainz sollten mal nach Hessen oder nach Nordrhein-Westfalen schauen. Dort ist der Blaulicht-Anteil in den Landesnachrichten des HR und WDR auf jeden Fall höher als in Rheinland-Pfalz – so mein Eindruck. Vielleicht werden dort auch weniger Kirchen-Nachrichten gezeigt, dessen Anteil ich persönlich in den SWR-Nachrichten als relativ hoch empfinde.

Leider stehen noch heute viele Feuerwehrangehörige den TV-Journalisten sehr kritisch und ablehnend gegenüber. Doch ich vermute, dass der Fernsehanteil in der Zukunft noch zunehmen wird. Videos kommen besser an als Text mit Einzelbildern. Es läßt sich einfacher konsumieren. Es gibt jetzt schon unter anderem die Online-Angebote von Zeitungen, die mit Videos ihre Berichte bereichern. Aus Rheinland-Pfalz fällt mir dazu lediglich die Rhein-Zeitung ein.

FastCast und Smartphone

Das Internet, das immer größere Bedeutung im Medienbereich gewinnen wird, bietet schon heute die Voraussetzung, dass man ein eben gedrehtes Video an fast jedem Punkt der Welt hochladen kann. So gibt es beispielsweise den Kamerarucksack FastCast, mit dem man Videos vom Drehort direkt hochladen kann. Innerhalb weniger Minuten sind dann die ersten bewegten Bilder, beispielsweise von einer Unfallstelle, bei den Sendern oder auf Online-Portalen zu sehen. NDR Zapp-Beitrag vom 29. Oktober 2014 über FastCast.

Nicht zu vergessen die heutigen Smartphones, mit denen man ebenfalls schnell und innerhalb weniger Minuten Videos drehen und hochladen kann. Diese Entwicklung bereitet mir persönlich Sorgen, weil auch die Passanten in der Zukunft häufiger Feuerwehreinsätze drehen und anschließend online stellen werden. Es werden keine journalistischen Grundsätze beachtet und unter Umständen auch nur „lustige“ Szenen herausgestellt, die den eigentlichen Einsatz in den Schatten stellen können.

Die Zukunft wird zeigen, welche Vermutungen eintreten werden. Auf jeden Fall sind schon heute entsprechende Tendenzen erkennbar. Vielleicht wird es in Zukunft häufiger der Fall sein, dass Journalisten vermehrt bewegte Bilder an Einsatzstellen drehen werden. Im Gegenzug nehmen vielleicht die Bild- und Text-Beiträge ab. Mal sehen …

Um die Eingangsfrage zu beanworten: Meiner Meinung nach könnte der Anteil von Blaulicht-Beiträgen im SWR Fernsehen ein wenig höher sein.

Eure Erfahrungen, Meinungen usw. gerne als Kommentar.

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Harald Laier

Autor: Harald Laier

Harald Laier, Jahrgang 1979, trat 1990 in die damals neu gegründete JF Otterberg ein. 1995 kam im Alter von 16 Jahren der Übertritt in die aktive Wehr. Der Gruppenführer kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Blogger schrieb bereits Beiträge für das FWNetz und Feuerwehr-Weblog.org. Harald bei Twitter und Facebook.

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