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Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V. | Koblenz

Rheinland-Pfalz wird KatWarn einsetzen

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DIE Nachricht der Woche für mich! Das Land Rheinland-Pfalz wird zukünftig KatWarn einsetzen. Als erstes Flächenbundesland überhaupt! In der kommenden Woche werden die Pläne in Mainz vorgestellt. Der ein oder andere Leser wird sich fragen: „Was ist KatWarn?“ Nachfolgend eine kurze Erklärung und warum ich diese App toll finde!

Die KatWarn-App zeigt offizielle Warnungen mit Kurztext an, die entweder den aktuellen Aufenthaltsort oder festgelegte Orte betreffen. Beispielsweise werden bereits die ganzen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für das komplette Bundesgebiet angezeigt. „Mit KATWARN erhalten Sie ergänzend zu Sirenen, Lautsprecheransagen oder Meldungen im Radio wichtige Warn- und Verhaltensinformationen. KATWARN sagt Ihnen also nicht nur, DASS es eine Gefahrensituation gibt, sondern auch WIE Sie sich verhalten sollen“, so die Erklärung auf der Website KatWarn.de.

Die kostenlose App ist derzeit für die Betriebssysteme iPhone, Android und Windows verfügbar. Die Warnungen können per beispielsweise per Twitter und Facebook sowie per Mail weitergeleitet werden. Dadurch erhöht sich sogar die Zahl der verständigten Personen.

Meiner Meinung nach hat die App zwei Nachteile: Fällt das Mobilfunk- und/oder Telekommunikationsnetz aus, dann werden natürlich keine Meldungen mehr angezeigt. Fällt die Stromversorgung für längere Zeit aus, dann besteht das gleiche Probleme. Also kann man die App lediglich als eine Ergänzung der bereits vorhandenen Möglichkeiten betrachten. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Bevölkerung auf die Meldungen von KatWarn verlässt und lokale Hinweise, die im schlimmsten Fall den genauen Gegenteil anordnen, nicht beachtet werden.

Fazit

Viele Menschen haben heute ein Smartphone dabei. Damit sind sie ständig erreichbar. Auch für Warnmeldungen, wenn beispielsweise ein Industriebetrieb in deren Nähe brennen sollte. „Brand eines Industriebetriebs. Fenster und Türen vorsorglich geschlossen halten. Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten.“ – so könnte der Kurztext lauten. Es ist aus meiner Sicht eine sinnvolle und wichtige Ergänzung der bestehenden oder leider nicht mehr vorhandenen Sirenen. Bis ein Lautsprecherfahrzeug durch die Gassen fährt kann es einige Minuten dauern – falls ein solches Fahrzeug überhaupt personell besetzt werden kann.

Ich begrüße die Entscheidung des Landes. Es war die richtige Entscheidung. Hoffentlich werden die anderen Warneinrichtungen nicht vergessen. Denn diese müssen auch weiterhin der Feuerwehr zur Information der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Zum Schluss noch ein Hinweis. Wenn das eigene Smartphone hupt wie ein uraltes Auto, dann gibt es eine Warnmeldung. Also lesen und beachten!

Eure Erfahrungen, Meinungen usw. gerne als Kommentar.

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Harald Laier

Autor: Harald Laier

Harald Laier, Jahrgang 1979, trat 1990 in die damals neu gegründete JF Otterberg ein. 1995 kam im Alter von 16 Jahren der Übertritt in die aktive Wehr. Der Gruppenführer kümmert sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Blogger schrieb bereits Beiträge für das FWNetz und Feuerwehr-Weblog.org. Harald bei Twitter und Facebook.

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